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NAP-Methode


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24 Antworten in diesem Thema

#1 herbert

herbert

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Geschrieben 18 Mai 2013 - 22:40

Ich führe schon mein ganzes Berufsleben lang "Notizbücher" der einen oder anderen Form, an der Hochschule mußten wir als Assistenten alle ein dickes gebundenes Buch führen, alles wurde dort notiert, alles eingeklebt, was wichtig war. Das war um 1980. Die Bücher blieben am Institut.
Später im Job habe ich die Sitte mit gebundenen Büchern (Kladden) beibehalten, erst A4, später A5, und der Start war 1986. Die hab ich alle noch.
Später habe ich dann die NAP-Methode entdeckt, also vorn kommen ein paar Seiten "Warten auf", dann das eigentliche Journal, am Ende ein Index, der dann später entnommen wird und in die Folgebücher übertragen wird. Und alles, was getan werden muß, kriegt ein buntes Klebeschildchen, das an der Seite heraussteht. Wird eine Sache erledigt, oder in den Kalender übernommen, dann kommt das Fähnchen weg. Super System.
In Kombination mit den Notizbuchregeln aus dem Notizbuchblog ist die Kombination Kalender plus NAP (Notizbuch Aufgaben Planer) ein leistungsfähiges Instrument geworden. Ich probiere sehr viele verschiedene Notizbücher aus, man ist an kein Format gebunden. Aber die habe ich alle noch, im Moment fülle ich A5 Buch Nr. 8.
Die Bücher enthalten ja ALLES, also privates wie berufliches, Infos wie Gedanken, Hinweise, die auch später wichtig sind.
Ich habe auch angefangen, die Bücher zu scannen, so habe ich auch die alten immer dabei (auf dem Laptop halt).
Sicher werde ich die irgendwann wegwerfen, aber noch nicht, ebensowenig wie meine Kalender (der gute alte Quo Vadis Trinote), die Dinger habe ich noch, und manchmal sehe ich dort etwas nach. Und spätestens da finde ich auch Hinweise auf Seitenzahlen in meinen Notizbüchern.
Nein, die sind nicht einheitlich, sondern unterschiedlich. Aber das System bleibt gleich.
Und ich bin froh, die noch zu haben, ich brauche oft Infos, und man kann sich darauf verlassen, dass man sie wiederfindet, da man konsequent alles in ein Buch schreibt.
Ohne Notizbuch wäre mein Leben ärmer.
Wenn ich mal keins mitnehme, oder nur ein kleines für die Hosen- oder Jackentasche, so wird die Info kopiert und in mein "Hauptbuch" eingeklebt.
Vielleicht eine Manie, aber das gute Gefühl, alles, was einem mal notierenswert erschien, noch zu haben, ist einfach beruhigend.

Bearbeitet von Julia, 06 Juni 2013 - 09:29 .
Ich habe für die Methode einen neuen Thread eröffnet, um themengenauere Diskussionen zu ermöglichen. Julia


#2 herbert

herbert

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Geschrieben 18 Mai 2013 - 22:42

ach ja, die Sache mit dem NAP stammt von Mirko D. Walter, www.orga-dich.de

Notizbuchblog dürfte hinreichend bekannt sein. 



#3 karlimann

karlimann

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Geschrieben 19 Mai 2013 - 09:24

interessant. 

 

Aber was ich nicht verstehe, warum trennst du berufliches nicht vom privaten? Das mache zumindest ich und in meinen privaten Aufzeichnung steht fast nichts berufliches, außer wenn es mich aufregt :-). 

 

Aber unter berufliches verstehe ich z.b.: berufliche Projekte, Aufgaben, Ziele etc.



#4 Julia

Julia

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Geschrieben 19 Mai 2013 - 19:01

Ich habe eben mal das Buch zu NAP gelesen und habe es irgendwie nicht ganz verstanden.
Wohin gehören denn Aufgabenkomplexe oder Projekte? Einfach mit ins Journal? Oder extra?
Viele Grüße,
Julia

Mein Blog rund um Schreibwaren: http://penandpaperpassion.de

#5 Tintenpfote

Tintenpfote

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Geschrieben 19 Mai 2013 - 22:59

NAP Methode? Muss ich mal nachforschen, klingt interessant.



#6 reduziert

reduziert

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Geschrieben 20 Mai 2013 - 05:53

Ich habe das eBook (unterschiedliche Schreibweisen beleben den Alltag) damals kurz nach seinem Erscheinen gelesen und lege es Dir wirklich ans Herz, Tintenpfötchen :)



#7 Tintenpfote

Tintenpfote

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Geschrieben 20 Mai 2013 - 19:09

Da das Ding gerade mal 1,99€ kostet, habe ich es kurzerhand soeben gekauft. ;) Ich bin echt gespannt. Allerdings fehlt bei meiner Version das Deckblatt etc, die pdf-Datei hat 77 Seiten, ist das so richtig? Auf Deckblätter kann ich verzichten, wenn der Rest vollständig ist. ;)



#8 Julia

Julia

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Geschrieben 20 Mai 2013 - 20:12

Das könnte hinkommen. Hab's auf meinen kindle geladen, war ruckzuck durch.
Viele Grüße,
Julia

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#9 Tintenpfote

Tintenpfote

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Geschrieben 21 Mai 2013 - 11:36

Alles klar, danke.



#10 herbert

herbert

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Geschrieben 22 Mai 2013 - 12:30

OK, also zur Trennung Beruf-Privat kann ich sagen, dass ich das früher gemacht habe. Aber das hat sich bei mir nicht bewährt. Ich hatte sogar auch für jede Gruppentätigkeit (Kegeln, Billard, Karneval) eine extra Kladde.

 

Aber die Ordnungsstruktur, die sich dadurch einstellt, hilft mir nicht wirklich. Da mein Notizbuch keinem zugänglich ist (daher A5 oder knapp darunter, wie Moleskine, passt in Taschen), geht das auch. Zudem schreibe ich sehr oft Passagen in Steno, das kann kaum noch jemand, und ist wie eine Geheimschrift.

 

Man kann natürlich da anmerken, dass eine Notiz zum Besorgen von Lebensmitteln nicht in die Umgebung einer Besprechungsnotiz paßt. Sehe ich nicht so, manchmal fällt mir spontan während einer Besprechung (meist den langen) etwas privates wichtiges ein. Stichwort, Kasten drum, Notiz gemacht, bei aktionablen dann eine Flagge dran, fertig.

 

Und, Julia, klar, alles in eins, keine Struktur, keine Abteilungen. Diese chaotisch anmutende Sache funktioniert gut, nur Mut zu diesem Schritt.

Wenn man wirklich Dinge sammeln muß, scanne ich die Seiten und mache rechnertaugliche Dokumente daraus.

 

Ich habe festgestellt, dass diese tagesablaufgerechte Methode auch leichtes Wiederfinden begünstigt, einfach WEIL eben nichts einheitlich geordnet ist. Ich hatte mal einen Kollegen, der in den 80er Jahren alle seine Aktenordner mit der gleichen Normschrift in gleicher Manier beschriftet hatte, der mußte eigentlich immer alle Etiketten lesen, wenn er was suchte. Ich hatte grüne Schilder, halb abgerissene, mit Filzstift beschritete, querbeet halt.
Ich merke mir halt Bilder, und die Kästchen auf den Notizbuchseiten (zur Not auch eine neue Seite mitten im Besprechungsprotokoll mit dem Vermerk "Fortsetzung s. n. s.".

 

ich habe so ziemlich alle möglichen und teuren Methoden benutzt, und blätterte immer wie wild durch die Ringbücher, um alles zusammenzubringen und zu disponieren und umzuordnen etc. Nix mehr. aufschreiben, entscheiden ob was zu tun ist, Flagge dran, und später abarbeiten.

Geht gut.



#11 Julia

Julia

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Geschrieben 22 Mai 2013 - 17:16

Ich probiere mich mal.
Mal sehen, dann könnten endlich mal die vielen Notizbücher, die ich einfach immer kaufen "muss", einen Nutzen finden :)
Viele Grüße,
Julia

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#12 Tintenpfote

Tintenpfote

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Geschrieben 22 Mai 2013 - 17:20

Mit dem ersten Teil zur NAP-Methode bin ich inzwischen durch. Mir gefällt das Prinzip, da ich sowieso eher der Mensch "ein Teil für alles" bin, das handhabe ich mit Vielem so. Ich bezeifle nur langsam, dass mein A6 Taschenbegleiter dafür ausreichen wird, A5 wäre da wohl praktischer. Aber ich werde es auf jeden Fall mal ausprobieren, aufgeteilt in Hefte, da es sich so schön anbietet. Ein Heft für "Warten auf...", eins für die Referenzliste, und ein dickeres Notizbuch für das Journal. Dann noch der Kalender, und es passt perfekt in die 4 Klammern.

Mal sehen wann ich es in die Tat umsetze. Ich probiere gerne viel aus, ob ich dabei dann bleibe, ist eine ganz andere Frage. ;)



#13 Tintenpfote

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Geschrieben 26 Mai 2013 - 15:25

Ich werde morgen mal ein dickeres A6 Heft kaufen, und die NAP Methode in meinem TB starten. Für das Register nehme ich ein Heft von RoterFaden selbst, die "Warten auf" können ja auch auf Zettel, die dann entsorgt werden. Hier sehe ich keinen Archivierungsbedarf, da es ja auch im Journal auftaucht und nur der Übersicht halber vorne steht.

Oder habe ich das falsch verstanden?



#14 herbert

herbert

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Geschrieben 31 Mai 2013 - 21:37

alles genau richtig. Es ist wirklich nicht nötig, "Warten auf" zu archivieren. Und wenn es etwas dazu zu schreiben gibt, dann ist das ja ohnehin im Journal.

tja, man kann mit dem System wirklich eine Menge machen.

Viel Erfolg damit.



#15 Tintenpfote

Tintenpfote

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Geschrieben 05 Juni 2013 - 22:22

Nach gut einer Woche Anwendung der NAP-Methode muss ich sagen, dass sie wirklich ihre guten Seiten hat. Ich habe sie mir ein bisschen angepasst, aber das Prinzip alles in ein Notizbuch zu schreiben gefällt mir sehr gut und vermeidet ständiges Übertragen.

Ich habe immer alles auf Zettel geschrieben, damit ich es mir so zusammenstellen kann wie ich es brauchte und das unschön Geschriebene und Unwichtige weg schmeißen kann.

Nun habe ich alles beisammen und bin gezwungen alles zu archivieren, anstatt alles nochmal sauber abzuschreiben nur weil es nicht perfekt ist, oder weil es mir unwichtig erscheint.

 

Da es hier letztens noch um das "Warten auf" ging, möchte ich kurz beschreiben, wie ich das gelöst habe.

Ich habe erstmal ein dickes Heft von Clairefontaine gekauft, um nicht gleich ein teures Notizbuch für den Probelauf zu "verschwenden". Das Heft setze ich als Journal ein, ein anderes, dünneres Heft als Referenzliste.

Den "Warten auf" (der übrigens seeehr praktisch für den Überblick ist) schreibe ich auf größere Klebezettel, die innen im Umschlag des Journals kleben. Direkt in den Umschlag vorne habe ich mir "Warten auf..." geschrieben, darunter kleben zwei Stapel Klebenotizen, die ich abziehen kann, wenn sie voll sind.

Das erfordert zwar doch ab und zu übertragen, falls was übrig ist, der Rest aber voll, aber es ist so wenig, dass es nicht stört.

 

Nähere Infos dazu gibt es, wenn ich endlich mal wieder Zeit habe meinen Blog zu speisen. Da wartet schon wieder so viel...



#16 Julia

Julia

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Geschrieben 06 Juni 2013 - 09:24

Ich war mal so frei und habe die NAP-Beiträge aus dem "Was tun mit gefüllten Notizbüchern?" hierhergeschoben. Es gibt dafür anscheinend Diskussionsbedarf und in einem eigenen Thread bietet sich das eher an.
Viele Grüße,
Julia

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#17 Julia

Julia

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Geschrieben 07 Juni 2013 - 15:56

Ich habe die NAP-Methode übrigens auch auf mich angepasst.

Ich habe so viele Aufgaben, dass 15 definitiv zu wenig wären. Aber so viele erledige ich auch nicht, sodass es mit der Formel aus dem Buch auch nicht klappt.

Also mache ich es jetzt sO.

Es gibt 15 Fähnchen (Post-its). Die markieren Aufgaben, die ich möglichst bald erledigen sollte. Ich sammle die "freien Fähnchen" vorn im Buch. Wenn was "dringendes" kommt, kommt ein Fähnchen dran. Ist kein freies Fähnchen da, muss etwas erledigt werden, was ein Fähnchen hat, um wieder ein freies zu haben. Es wird also nur erledigt, was auch ein Fähnchen hat. Es gibt nicht mehr das "Darauf hab ich jetzt Lust, das erledige ich jetzt". 

So entsteht auch ein bisschen Druck - der ja gewollt ist.

Am Ende der Woche werden dann alle freien Fähnchen verklebt, von vorn nach hinten. Und dann müssen auch irgendwann mal die vorn erledigt werden.

 

Mal sehen, ob das weiterhin klappt.


Viele Grüße,
Julia

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#18 herbert

herbert

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Geschrieben 09 Juni 2013 - 10:57

Ich sehe, dass man das System wirklich an seine Bedürfnisse anpassen kann. Find ich prima. Und ich habe auch einige Anregungen hier aufgegriffen für meine NAP-Methode.

Danke für die Beiträge, und, Julia, gute Idee das abzuspalten. Vielleicht gibt es ja noch weitere Erfahrungen und Tips.



#19 Tintenpfote

Tintenpfote

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Geschrieben 27 November 2013 - 10:59

Ich muss gestehen, das Hauptprinzip der NAP Methode habe ich wieder verworfen. Alles in ein Heft zu schreiben hat zwar den großen Vorteil, dass ALLES dort irgendwo drin sein muss, aber wo? Mir wird das zu unübersichtlich und zu gesplittet, wenn man später nochmal was zum gleichen Thema dazu schreibt.

Die begrenzten Aufgaben finde ich sehr sinnvoll, das werde ich weiterhin so machen. Wobei meine ToDos momentan sehr wenig sind.

 

Ich überlege gerade, wieder auf ein Ringbuch umzusteigen, da ich so immer neu notieren, aber passend einsortieren kann. Ich denke das liegt mir mehr, fraglich ist bei mir eher, wie lange das hält, bis ich was Neues entdecke. *seufz*



#20 Julia

Julia

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Geschrieben 29 November 2013 - 19:12

Ich hab es auch wieder verworfen. Einfach, weil meine ToDos überhand nahmen bzw ich dann keine Flaggen mehr übrig hatte und das musste aber HEUTE sein und die anderen Dinge dauerten zu lange usw.
Viele Grüße,
Julia

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